Im Glauben Daheim
Kath. Pfarrgemeinde 
Sankt Nikolai im Sausal
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Segnungen & Sakramente

Ein Leben mit Gott


Wie sich der Glaube im Leben des Einzelnen auswirkt, wie er Gestalt annimmt und spürbar wird, ist individuell verschieden. Gibt es im Tagesablauf feste Zeiten des Gebetes? Sind besondere Tage mit Handlungen aus dem Glauben verknüpft? Fragen, die jeder für sich allein beantwortet.


Das ist der Unterschied zum gläubigen Leben in und mit der Kirche.

Hier gibt es feste Regeln und feste Riten, viele Segnungen und sogar einige Sanktionen. Und das ist gut so. Sie schützen zum einen davor, dass der Glaube ins Belanglose zurückgedrängt wird, und zum anderen, dass er nicht ins Extreme (ja, im schlimmsten Falle ins Extremistische) ausartet.


In besonderer Weise wird der Glaube der Kirche in den Segnungen und Sakramenten lebendig. Sakramente sind Zeichen der besonderen Nähe Gottes in unserem Leben.

Sie sind Erinnerungszeichen, die das in Christus geschehene Heil vergegenwärtigen. Sie sind Zeichen, die uns heilen. Und schließlich Zeichen der Hoffnung auf ewige Vollendung. Sakramente fordern uns zur Tat auf, zu einem Leben aus dem Evangelium. Was in den Sakramenten sozusagen in Reinform vorhanden ist, soll mehr und mehr unser ganzes Menschsein erfassen und umformen, so wie der Sauerteig den übrigen Teig durchsäuert.

Sonntagsgottesdienst


Ein Gottesdienst ist eine Zusammenkunft, in der Menschen mit ihrem Gott in Verbindung treten und mit ihm Gemeinschaft haben.

 

Die Heilige Messe ist der in der katholischen Kirche gebräuchliche Name für den Gottesdienst, der die Wortverkündigung und die Eucharistiefeier umfasst.
Die Eucharistiefeier ist nicht nur eine Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu Christi, sondern auch die Vergegenwärtigung seines Todes am Kreuz und seiner Auferstehung, in die die Besucher aktiv mit einbezogen werden. Der Begriff Messe leitet sich von der lateinischen Entlass-Formel "Ite, missa est!" her ("Geht hin, es ist die Aussendung!").


Im Mittelpunkt

Die Feier der Sonntagseucharistie ist der Mittelpunkt und Höhepunkt des religiösen Lebens einer jeden Gemeinde. Darum ist jeder katholische Christ gehalten, sonntags an dieser Feier teilzunehmen.


Ein Vermächtnis

Aus der Heiligen Schrift erfahren wir, wie Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl gefeiert hat. Diesen, seinen Jüngern, hat der Herr aufgetragen, dieses Mahl weiter zu feiern, um so die Erinnerung an ihn lebendig zu erhalten und sein Opfer, das er ein für allemal am Kreuz für uns dargebracht hat, für alle Zeiten und Generationen gegenwärtig werden zu lassen.

Die Kirche hat dieses Vermächtnis ihres Herrn treu befolgt. Seit der Zeit der Apostel versammeln sich Gläubige und Priester am Sonntag, dem Tag der Auferstehung, zur Feier der Eucharistie.

Segnungen


Der Mensch ist segensbedürftig. Er verlangt nach Heil, Schutz, Glück und Erfüllung seines Lebens. Darum sprechen sich Menschen gegenseitig Segen zu: Sie wünschen sich Gutes. Vor allem erhoffen sie Segen von Gott. Wenn die Kirche segnet, handelt sie im Auftrag des auferstandenen Herrn und in der Kraft seines Heiligen Geistes.

 

Sie ruft seinen Segen auf Menschen herab und auf das, was sie schaffen und was ihnen dient. So bezeugen auch die Segnungen der Kirche die liebende Sorge Gottes um den Menschen und seine Welt.


Segnungen sind Zeichenhandlungen.

Der Mensch braucht Zeichen. Er vollzieht sein Leben nicht nur mit Worten, sondern auch in Gebärden, in denen er sich ausdrückt und durch die er angesprochen wird besonders in seinen tieferen seelischen Bereichen. Auch in einer industriealisierten, wissenschaftlich orientierten Welt drückt er in Zeichen Verbundenheit, Hoffnung und festliche Freude aus.


Segnungen als heilige Zeichen

Wenn sie fehlen, verarmt das menschliche Leben.

Ebenso erfahren und bezeugen die Menschen ihren gemeinsamen Glauben in Zeichen. Segnungen als heilige Zeichen geben daher diesem Glauben einen besonders deutlichen Ausdruck. Sie schaffen eine Atmosphäre frohen und zuversichtlichen Glaubens daran, dass unser ganzes Leben in Gott geborgen ist. 


Segnungen sind ein Angebot der Kirche.

Da der Christ weiß, dass er ohne Gott nichts tun kann, erbittet er den Segen der Kirche für sich und andere Menschen, vor allem in besonderen Lebenssituationen.


In unserer Gemeinde gibt es vielfältige Segnungen:

die Segnung von Wasser (3-Königs-Wasser) am Fest der Erscheinung des Herrn (6.Jänner), die Segnung der Kerzen zu Maria Lichtmeß (2. Februar),

der Blasiussegen (3. Februar), die Segnung der Palmzweige am Palmsonntag,

die Speisensegnung zu Ostern, die Segnung der Schulanfänger, die Segnung der Erntegaben am Erntedanksonntag, die Gräbersegnung zu Allerheiligen, die Segnung der Adventkränze (am Samstag vor dem 1. Adventsonntag) und schließlich die Weinsegnung am Fest des Hl. Johannes (27. Dezember beim Weingut Pichler-Schober).


Wenn Sie darüber hinaus eine Segnung wünschen, z.B. weil es in der Familie, in Ihrer Firma, in Ihrem Verein einen besonderen Anlass gibt (Hausbau, Einzug in eine neue Wohnung, Kauf eines neuen Autos, Segnung von Andachtsgegenständen, Fahnenweihe, Indienststellung von Einsatzfahrzeugen,

Eröffnung von neuen Geschäfts- und Vereinsräumen usw.) so wenden Sie sich bitte an unseren Pfarrer Krystian Puszka.

Wohin mit meiner Schuld? - Das Bußsakrament.


Durch die Taufe wird der Mensch von aller Schuld befreit und in das Leben aus der Liebe Gottes eingegliedert. Dennoch bleiben wir Menschen mit Schwächen und Fehlern. Deshalb hat Christus seiner Kirche das Bußsakrament geschenkt. Hier erfährt jeder Christ die vergebende Zuwendung Christi.


Zum Empfang des Bußsakramentes ist jeder Christ verpflichtet, der sich einer schweren Schuld bewusst ist. Denn diese zerstört die Verbindung zu Gott und der Kirche.


Vergebung heißt Versöhnung

Weil nur in innerstem Seelenfrieden leben kann, wer mit sich und seinem Gott versöhnt ist, empfiehlt die Kirche, sich wenigstens einmal im Jahr in der Beichte der eigenen Schuld zu stellen und sich die Versöhnung von Gott durch den Mund des Priesters "auf den Kopf" zusagen zu lassen.

Am sinnvollsten geschieht dies in der österlichen Zeit zwischen Aschermittwoch und Pfingsten.


Vielfältige Formen

Neben dem Bußsakrament gibt es noch andere Formen der Buße, die aber nicht sakramental sind. Zum Beispiel den Bußgottesdienst, das Gebet, die Bitte um Vergebung vor Gott und den Menschen, das Lesen der Heiligen Schrift, Werke der Nächstenliebe, Versöhnung untereinander und auch jede Eucharistiefeier enthält mehrere Bußelemente.

Ich bekenne.
Gelegenheiten zur Beichte und Aussprache besteht vor und nach jedem Gottesdienst. Wenden Sie sich bitte an Pfarrer Krystian Puszka.
Regelmäßige Beichtmöglichkeit besteht weiters bei den Kapuzinern in Leibnitz und an jedem 13. des Monats in Frauenberg.

Die erste Beichte
Die Beichtvorbereitung ist fixer Bestandteil der Erstkommunionvorbereitung.
Der Tag der Erstbeichte ist ein ganz besonderer Tag und wird für die Kinder festlich gestaltet. So wird ihnen dieses Ereignis auch als etwas besonderes in Erinnerung bleiben.

Die Krankenkommunion.


"Ich bin krank und möchte die Kommunion empfangen."


Jesus wendet sich besonders den Kranken und Schwachen zu. Er will ihnen nahe sein, sie trösten, stärken und aufrichten. Diesem Beispiel folgten seine Jünger und heute seine Kirche. 

So erfüllen die christlichen Gemeinden seit den ersten Tagen den Dienst an den Kranken und Schwachen. Dieser Dienst wird in unserer Gemeinde besonders gerne wahr genommen.

  

Terminvereinbarung Krankenkommunion 

Nehmen Sie bitte direkt Kontakt zur Pfarrkanzlei auf und vereinbaren Sie einen Termin. Am 17. Dezember 2010 ist die nächste Krankenkommunion in der Gemeinde.

Die Krankensalbung.


Der Empfang des Sakramentes der Krankensalbung soll den Kranken in besonderer Weise mit Christus verbinden.

Dieses Sakrament ist ein Sakrament der Lebenden, es will den Kranken keineswegs vorzeitig dem Tod überantworten. In der Gemeinschaft mit Christus wird der Kranke aber auch das Sterben bestehen, denn der Mensch ist zum Leben bestimmt und nicht zum Tod.

 

Stärkung und Trost.

Das Sakrament soll den Kranken stärken, indem es ihn hinein nimmt in das Gebet der Gemeinde und indem Gott dadurch hilft, dass er ihm als der "Heiland" entgegenkommt, ihn auch in seiner Krankheit ernst nimmt und annimmt.

  

Gegen die Zeit.

Es ist sinnvoll, frühzeitig um die Krankensalbung zu bitten. Denn die Erfahrung zeigt, dass gerade der Empfang dieses Sakramentes den Kranken beruhigt und tröstet. Der Kranke erfährt sich nicht allein gelassen . Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken Heil bringen. Keine Schuld soll ihn von Gott trennen. Ja, der Herr, der um das Leiden weiß, weil er selber furchtbar gelitten hat, will ihm ganz nahe sein und ihn aufrichten.


Wenn jemand länger krank ist, kann das Sakrament, wenn der Gesundheitszustand wieder kritisch wird, wiederholt gespendet werden.


Eine Bitte:

Die Feier der Krankensalbung kann allein mit dem Kranken, besser aber im kleinen Kreis der Familie am Krankenbett stattfinden.


Terminvereinbarung Krankensalbung 

Bitte vereinbaren Sie direkt im Pfarrbüro einen Termin.

Das Begräbnis.


Es ist der Glaube der Kirche, dass der Tod das Tor zum Leben ist und dass der Mensch nach dem Tod in die ewige Gemeinschaft mit Gott berufen ist.

Dies ist der Trost, den die Kirche den Zurückgebliebenen verkündet.

Die Kirche betont die Würde des Menschen dadurch, dass sie für ein, dieser Würde angemessenes, kirchliches Begräbnis sorgt. 



Das kirchliche Begräbnis

Wenn ein kirchliches Begräbnis gewünscht wird, mögen die Angehörigen bitte die Pfarrkanzlei so früh wie möglich benachrichtigen. Sobald der Pfarrer Nachricht vom Tod eines Gemeindemitgliedes erhalten hat, wird kurzfristig ein Trauergespräch mit den Angehörigen vereinbart. Nach Absprache wird der Beerdigungstermin festgelegt. Auch wird über die Form des Gottesdienstes gesprochen.


Die Beisetzungsfeier

Die kirchliche Beisetzungsfeier beginnt in der Pfarrkirche, wo auch der Sarg aufgebahrt ist. Der Gottesdienst vor der Beisetzung kann in Form eines Wortgottesdienstes oder als hl. Messe gehalten werden. Die Form muss im Einzelfall geklärt werden. Wichtig ist, dass eine gute Form für die Angehörigen gefunden wird. Die Frage, ob Messe oder Wortgottesdienst, hat nichts mit einem Mehr an Feierlichkeiten zu tun. Beide Gottesdienstformen sind von ihrem Rahmen her gleichwertig. Nach dem Gebet folgt das Geleit zum Grab und die Grablegung.

Literaturempfehlung:  „Was ist katholisch?“  Koesel-Verlag 2008http://www.wasistkatholisch.info