Ein Leben mit Gott
Wie sich der Glaube im Leben des Einzelnen auswirkt, wie er Gestalt annimmt und spürbar wird, ist individuell verschieden. Gibt es im Tagesablauf feste Zeiten des Gebetes? Sind besondere Tage mit Handlungen aus dem Glauben verknüpft? Fragen, die jeder für sich allein beantwortet.
Das ist der Unterschied zum gläubigen Leben in und mit der Kirche.
Hier gibt es feste Regeln und feste Riten, viele Segnungen und sogar einige Sanktionen. Und das ist gut so. Sie schützen zum einen davor, dass der Glaube ins Belanglose zurückgedrängt wird, und zum anderen, dass er nicht ins Extreme (ja, im schlimmsten Falle ins Extremistische) ausartet.
In besonderer Weise wird der Glaube der Kirche in den Segnungen und Sakramenten lebendig. Sakramente sind Zeichen der besonderen Nähe Gottes in unserem Leben.
Sie sind Erinnerungszeichen, die das in Christus geschehene Heil vergegenwärtigen. Sie sind Zeichen, die uns heilen. Und schließlich Zeichen der Hoffnung auf ewige Vollendung. Sakramente fordern uns zur Tat auf, zu einem Leben aus dem Evangelium. Was in den Sakramenten sozusagen in Reinform vorhanden ist, soll mehr und mehr unser ganzes Menschsein erfassen und umformen, so wie der Sauerteig den übrigen Teig durchsäuert.


