Hoffnung und Glaube
Ungeteilt ist der gemeinsame Glaube, der sich in Österreich trotz weltweiter Säkularisierung und in Polen trotz jahrzehntelanger, sozialistischer Dominanz erhalten, ja sogar weiter entwickelt hat.
„Unsere beiden Länder haben unter dem Joch des letzten Krieges schmerzlich gelitten. Die Einen annektiert, die Anderen bei Nacht und Nebel überfallen. Doch selbst durch diese dunkelste Zeit der jüngsten Vergangenheit hat uns der Glaube getragen. Ein Glaube, der tief in der Seele der Polen und Österreicher verankert ist, als Ausdruck des Widerstandes gegen jede Art der Unterdrückung, als Ausdruck der Hoffnung auf Freiheit.“
Was sich in Polen seit dem 12. Jahrhundert in der Verehrung der schwarzen Madonna von Częstochowa (Tschenstochau), der „Königin Polens“ ausdrückt.
„Richtig. Und heute, wo es uns an Freiheit nicht mehr mangelt – selbst an der Freiheit, die größten Fehler zu begehen –, da steht der gelebte Glaube für den innigsten Wunsch aller Christen, die Welt möge wieder von mehr Wahrhaftigkeit, Friedfertigkeit und Nächstenliebe geleitet werden. In respektvollem Umgang mit der gesamten Schöpfung, die uns Menschen von Gott anvertraut wurde.“
Botschaft und Auftrag
Ist das der Antrieb für Ihr großes Engagement im Gespräch mit Kindern und Jugendlichen?
„Unbedingt. Die heranwachsende Generation beginnt zu begreifen, daß grenzenloser Egoismus und rücksichtslose Profitgier nicht Grundlage gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Entscheidungen sein können. Die drängende Frage, wie wir unsere Welt gerechter gestalten können, findet ihre Antwort im größten Vorbild aller Zeiten, in Jesus Christus: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! – Dieser einfache Satz ist die Lösung aller Probleme der Welt.
Und genau das möchte ich den Kindern und Jugendlichen besonders intensiv erfahrbar machen: Wenn du die Welt verbessern willst, dann findest du als Christ in der Bibel die richtigen Wege dahin und in der Kirche die beste Gemeinschaft dafür.
Christen sind Weggefährten. Und sie haben ein gemeinsames Ziel:
Eine Welt, wie sie Gott gefallen würde!“