Im Glauben Daheim
Kath. Pfarrgemeinde 
Sankt Nikolai im Sausal
o
 
Kirche
&
Pfarrpatron

Unsere Kirche – Ein Ort für Gott.


Unsere Kirche im Herzen der Marktgemeinde Sankt Nikolai im Sausal ist ein guter Ort für die Begegnung mit Gott.

Die letzte Kirchenrenovierung unterstrich vor allem den inneren Wert unseres Gotteshauses. Fernab von Putten, Pomp und Preziosen ist es vor allem die unverstellte Offenheit, die von den vielen Besuchern besonders geschätzt wird. Diese Offenheit schafft Raum, sich dem Zentrum der Kirche, dem Kern des Glaubens und dem Fundament jeden christlichen Lebens zuzuwenden: Gott.


Unsere Kirche ist täglich von 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet.

Der Heilige Nikolaus


Der Heilige Nikolaus von Myra ist einer der beliebtesten Heiligen der römisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Glaubenswelt.



Um sein Wirken und seine Wunder ranken sich so viele Geschichten, daß sowohl das Heiligenlexikon als auch Wikipedia sehr ausführliche Schilderungen bereithalten. (Mit einem KLICK auf diese beiden Namen kommen Sie direkt zu den Seiten.)

Stein für Stein. Jahr um Jahr.


Die Geschichte dieses Gotteshauses im Sausal beginnt weit vor dem 13. Jahrhundert. Die frühen Ansiedlungen in dieser Gegend wurden ausschließlich auf Hügelrücken erbaut, denn die sumpfigen Niederungen und Talsohlen konnten erst spät entwässert und besiedelt werden. So stand auch das frühe, einfache Gotteshaus, das später zu unserer Kirche wurde, auf einem felsigen Hügel. In sicherer Höhe über den ungeregelten Bächen und launigen Sümpfen.


1160 wird die Ecclesia Sancti Nicolai urkundlich erwähnt, dann 1215 erneut. Im Volksmund entwickelt sich aus dem lateinischen Namen bald die Kurzform „Sankt Nikolai“.  So entstand der Name unseres Ortes.

Blick auf die Orgelempore

Ecclesia Sancti Nicolai 
Kirche des Heiligen Nikolaushttp://www.nikolai.at/Messpanorama1.html

Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti aus Köln hat im Auftrag der Kirche nachgewiesen, daß der legendäre Nikolaus eine Kompilation aus zwei historischen Personen ist: dem Bischof Nikolaus von Myra und Bischof Nikolaus von Pinora. Die Legenden verdichten die Lebensgeschichten wie folgt: Irgendwann um 280 n. Chr. wird er in der heutigen Türkei geboren, lebt und stirbt auch dort.


Um 1087 jedoch werden seine sterblichen Überreste aus dem Grab in Myra (heute: Demre) gestohlen und nach Bari in Italien gebracht. Dort liegen sie noch heute. Die vielen Wunder, die er vollbracht haben soll, ließen ihn bald schon zum Schutzheiligen für alle Fälle werden. Nikolaus ist insbesondere der Schutzpatron der Seefahrer, reisenden Händler, Ministranten und Kinder, aber auch der Studenten, Kaufleute, Getreidehändler, Pfandleiher, Juristen, Apotheker, Schneider, Küfer, Fuhrleute, Salzsieder, Gefängniswärter und Drescher. Selbst die Fleischhauer machten den Heiligen – wegen der Scholaren im Pökelfass – zu ihrem Patron. Als Nationalheiliger wird Nikolaus vor allem in Russland, Kroatien, Serbien, in Süditalien (Bari) und in Lothringen verehrt.

Zu der Zeit, als auch unsere Kirche dem Heiligen Nikolaus geweiht wurde, gab es einen echten Nikolaus-Kult. Diesseits der Alpen gab es damals mehr als 2.200 Kirchen mit Nikolaus-Patrozinium (Nikolaikirche, St. Nikolai oder St. Nicolai).

Eine Legende berichtet davon, wie der Heilige Nikolaus verhindert, daß drei Schwestern wegen mangelnder Mitgift zu einem ehelosen, ja unzüchtigen Leben gezwungen werden sollen. Er wirft in drei aufeinanderfolgenden Nächten je einen Goldklumpen in die zum Trocknen herausgehängten Strümpfe der Mädchen. Nun besitzen sie eine Mitgift und können verheiratet werden!


Jene drei Goldklumpen oder -kugeln sind es auch, die wir im Gemeindewappen unseres Ortes finden. Mehr dazu auf Wikipedia.

Ikone des Hl. Nikolaus
von Christine Özalp, Österreich

Dargestellt ist Nikolaus auf dieser Ikone nach streng byzantinischer Weise wie auf dem Fresko in der römischen Kirche S. Maria Antiqua: ein unbedecktes Haupt mit Stirnglaztze und Bart, umgeben von einem Heiligenschein (lat.: nimbus), angetan mit einem Messgewand, über das er das Omophorion trägt. In seiner mit dem Messgewand verhüllten linken Hand hält er ein Buch, die heilige Schrift; die rechte Hand ist zur byzantinischen Segensgeste erhoben – der Ringfinger ist gegen den Daumen gebeugt.

Der heilige Nikolaus und der, den man aus ihm gemacht hat, ist ein Mann mit vielen Gesichtern:

Vom  griechisch-orthodoxen (siehe Ikone) und römisch-katholischen Bischof ...

...wird er zum „bösen Niklas” aus dem Struwwelpeter...

Schließlich mutiert er zum Gartenzwerg...

... und zu einer Waldschratgestalt (Profanierung).

... und wird als Weihnachtsmann zur Leitfigur weihnachtlichen Konsums.

Dem Himmel so nah.


Über 800 Jahre gehörte die Kirche zum Stift Admont, seit 1991 ist unsere Pfarre selbständig. Doch sind die freundschaftlichen Bande zum Stift ungebrochen! Das zeigt sich auch im grafischen „Zitat“ der beiden Rautensymbole des Stifts im Ortswappen von St. Nikolai im Sausal.

Offene Türen.


Unsere Kirche ist von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Keine Gitter, keine Sperren behindern den Zutritt und das ungestörte Gespräch mit Gott.


Einzig der Aufgang zum Glockenturm bleibt gut verschlossen.

Die Pfarre verdankt dem Stift Admont nicht nur die Seelsorge, die in früherer Zeit durch Ordenspriester aus dem Stift durchgeführt wurde, sondern auch großzügige Zuwendungen bei der Erbauung, Erweiterung und Erhaltung von Kirche und Pfarrhof.

Bildergalerien der Pfarrgemeinde Sankt Nikolai im Sausal


Immer wieder aktualisierte Bildergalerien rund um unser Gotteshaus und das abwechslungsreiche Pfarrleben finden Sie mit einem KLICK auf eines der unten stehenden Bilder.

Unser
Kirchenpatron

Romani ante portas.


Einen wahren Schatz hütet unsere Pfarrkirche mit dem Römerstein aus der Zeit von Kaiser Titus Flavius Vespasian (69-79 n.Chr.). In jenen Tagen lag St. Nikolai unweit der wichtigen Römerstadt Flavia Solva (heute: Wagna bei Leibnitz). Fast 100 Jahre zuvor, um 15 v. Chr., wurde die Steiermark friedlich von den Römern eingenommen und gehörte zur damaligen römischen Provinz Noricum. Der Stein zeigt den 13 jährigen Knaben Cassianus, einen Anhänger des altägyptischen Gottes Horus.

Typischerweise trägt er (noch) die Horus-Locke, die ihm mit 16 Jahren dann abgenommen werden wird, und hält zudem einen Vogel in Händen, das Sinnbild des falkenköpfigen Gottes.

Der Stein war fest in der Apsis eingemauert, wurde im letzten Jahrhundert freigelegt und ist heute in der Taufkapelle zu bewundern.

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