Fasching

Heitere Tage im Sausal


Ein Augenzwinkern inmitten ernster, bewegender Zeiten?

Auch dafür ist Platz in einer Gemeinschaft. – In einer christlichen Gemeinschaft umso mehr.
Heiterkeit ist nicht einfach eine Charaktereigenschaft, mit der man geboren wird: Heiterkeit entsteht durch das große Vertrauen, dass alles letztlich gut ist. Heiterkeit entsteht durch den Mut, die eigene Wahrheit anzuschauen. 

Christen sind überzeugt: Nur wer das Licht Gottes in alle Abgründe seiner Seele eindringen lässt, nur der kann Heiterkeit ausstrahlen. 

Ein heiterer Mensch geht sorglos durch die Welt. Er ist nicht fixiert auf das Dunkle, die Probleme und Gefahren, sondern sieht alles ins göttliche Licht getaucht. Das Leben „heitert auf“.

Solche Heiterkeit steckt an. In der Nähe eines heiteren Menschen kann man sich nicht über den Weltuntergang, über die jammervollen Zustände auf dieser Erde unterhalten. 
Denn ein heiterer Mensch schaut durch die Finsternis hindurch, bis er auf den leuchtenden Grund Gottes darin stößt.

Lassen Sie uns in diesem Sinne von Herzen heiter sein.

Und das nicht nur zur Faschingszeit!

   

                   Ihr und Euer Pfarrer
 


  

Pfarrer  Krystian Puszka
Tel.: 0676 - 8742 6463
pfarrer@nikolai.at




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ASCHERMITTWOCH

Am 1. März 2017 um 19 Uhr in der Pfarrkirche

Mit dem Aschekreuz am Aschermittwoch beginnt sichtbar die 40 Tage währende Fastenzeit, die nur durch die Sonn- und Feiertage unterbrochen wird. (Also diese Tage gelten dann nicht als Fastentage, weshalb auch der obligatorische Sonntagsbraten natürlich erlaubt ist!)

40 Tage Konzentration auf das Wesentliche. Gebet, Beichte, Umkehr zum Evangelium.

In der Antike war die Asche nicht nur Zeichen der Vergänglichkeit, sondern auch ein Waschmittel und sogar Grundlage für die Seifenherstellung. So ist die Asche gleichzeitig Symbol der Reinigung. Im Alten Testament, zum Beispiel im Buch Jona und im Buch Hiob, dient die Asche als Zeichen der Buße.
Diese erstaunlichen Reinigungs-Eigenschaften der Asche sind fast ganz vergessen. Und doch wissen findige Besitzer eines Heizkamins, dass die verruste Sichtscheibe mit Wasser und Asche wieder blitzblank wird. Interessanterweise könnte man aber auch weisse Oberhemden mit guter Holzasche wieder fleckenfrei sauber bekommen. Wer sich traut, kann es ja mal probieren!

Der Aschenritus ist Pflicht für Katholiken

Im zweiten Jahrhundert noch auf ein zweitägiges Trauerfasten beschränkt, war es bereits im vierten Jahrhundert fester Brauch, sich 40 Tage auf das Hochfest von Ostern vorzubereiten. Seit der Synode von Benevent im Jahr 1091 ist der Aschenritus für alle gläubigen Katholiken Pflicht. Männern wurde Asche früher auf den Kopf gestreut, Frauen zeichnete man das Aschenkreuz auf die Stirn. Seit dem 11. Jahrhundert findet sich ein eigenes Gebet für die Aschensegnung. Der Brauch, die Asche aus den verbrannten Palmzweigen des vergangenen Jahres zu gewinnen, entstand im zwölften Jahrhundert.

„Bedenke, dass Du Staub bist“

„Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“ und „Bekehrt Euch und glaubt an das Evangelium“, lauten dazu die Worte aus dem Messbuch, die der Priester während der Zeremonie beim Auflegen des Aschenkreuzes am Aschermittwoch spricht.

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Fastenzeit - nur Wasser und Brot?

So war es früher einmal. Der Verzicht auf Milchpodukte, Fleisch, Wein und andere Genußmittel gehörte zu den strengen Fastenregeln des Mittelalters. Das ist heute anders. Doch eines hat sich nicht geändert:

Es geht um jene innere Klärung, die entsteht, wenn äussere Genüsse und Annehmlichkieiten plötzlich fehlen.

Fasten kennt heute viele Namen und Möglichkeiten und hat in einer Welt, die uns unendlichen Konsum verspricht, dennoch und in fast allen Kulturen ihren festen Platz.

Nach der ausgelassenen, „sündigen“ Faschingszeit sollen sich die Menschen wieder bewusst machen, dass sie jederzeit sterben könnten und sich dann vor Gott verantworten müssen. Traditionell wird am Aschermittwoch gerne Fisch gegessen, schon früher vielerorts eine typische Fastenspeise, weil er billig zu haben und - wenn man es nicht zu streng nimmt - kein Fleisch war.

Kreative Fastenregeln

Da es in den mittelalterlichen Klöstern insgesamt bis zu 130 Fastentage im Jahr zu überstehen galt, waren die Mönche besonders erfinderisch bei der Definition des Begriffs „Fastenspeise“. So galten neben Fischen auch Schalentiere und Meeresfrüchte und selbst Austern, aber auch andere Wassertiere wie Biber, Fischotter und Wasservögel in manchen Klöstern als akzeptable Fastenkost. Nach dem Motto „Was flüssig ist, bricht keine Fasten“, war es Mönchen auch schon immer erlaubt, Bier zu trinken. Speziell für die Fastenzeit gebraute Starkbiere haben in Österreich eine lange Tradition.

Von wegen „Wasser!“ – Brot und Starkbier: Klösterliche Fastenspeisen!

Heutzutage ist es wiederum gerade der Alkohol, auf den viele in der Fastenzeit verzichten möchten: Hier wird sicher auch an die schlanke Linie beziehungsweise die Gesundheit gedacht. Bei gläubigen wie auch weniger frommen Menschen ist darüber hinaus ein Verzicht oder eine Reduktion bei Süßem, Fleisch oder auch bei der Autobenutzung anzutreffen. Manche nutzen die Fastenzeit zudem zu verstärkter Bibellektüre oder holen sich via E-Mail und SMS spirituelle Tagesimpulse.


Vorbereitung auf Auferstehung Jesu

In den 40 auf den Aschermittwoch folgenden Tagen bis zum Karsamstag bereiten sich die Christen spirituell auf Ostern als das Fest der Auferstehung Jesu Christi vor. Die katholische Kirche lädt dazu ein, sich erneut auf die Grundlagen christlicher Existenz zu besinnen. Daher stehen Buße, Reinigung und Umkehr im Zentrum der Fastenzeit.

Versuchen Sie es heuer einmal. Es lohnt sich!



Jeden Samstag 9 Uhr Fastengottesdienst in Frauenberg






30 Minuten vor jeder Heiligen Messe ist Beichtgelegenheit







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